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Blüten aus dem Kirschbaum drängen
Blüten aus dem Kirschbaum drängen
weiße, in so großen Mengen,
dass er wahrlich davon strotzt,
hoffentlich den Frösten trotzt,
bis daran die Früchte hängen.
Kirschen, rot und ohne Zahl,
bald der Vögel süßes Mahl,
die jetzt noch nichts davon ahnen,
weil sie nicht im voraus planen,
große, kleine, rund und schmal.
Elstern fliegen über Dächer,
suchen ab die Ziegelfächer
nach Insekten, flinken Spinnen
in den trocknen Regenrinnen,
noch gibts keine Blattgemächer.
Blüten, wie sie explodieren
und die Kirschbaumäste zieren,
dass der Mond vor Neid erblasst,
den mein Blick am Himmel fasst,
Blüten, die mich animieren
sie mit Worten festzuhalten,
zarte, flüchtige Gestalten.
Muss man erst nach Asien reisen,
wo euch ganze Länder preisen?
Ich will euch die Treue halten!
Ute Pesch
12. April 2005
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