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Auf dem Schloßberg
Glyzinien und Flieder
Blühen um die Wette
Düfte ziehen wieder
um die Bergesstätte,
wo die Burg einst stand,
groß und stattlich wachte
über weites Land,
das ihr Zinsen brachte.
Gab es als Kultur,
gärtnerisch gepflegt,
hier auf weiter Flur,
was man heute hegt?
Schneeball und Glyzinien,
Tulpen neben Rasen,
Südgewächse, Pinien?
Ließ man Schafe grasen
da, wo heute Ruhebänke
mit der weiten Sicht,
regen an: Die Blicke lenke
dahin, wo in schwerer Pflicht
diente mancher als Soldat,
eingesetzt, wenn Adelskrieg
so viel Kraft gebunden hat,
kämpfte um den Sieg!
Heute sitzt man tatenlos
ruhend auf den Bänken,
frei von dem Trompetenstoß,
frei von Adelsränken.
Ute Pesch
22. April 2007
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