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Der Hochgrat
Der Hochgrat zeigt sich formvollendet
im frischen Schnee. Der hat beendet
die sommerliche noch warme Zeit.
Wie gut steht ihm das weiße Kleid!
Es ist gemustert von den Rinnen,
die talwärts laufen von den Zinnen,
und ist gekrönt von Wolkenballen,
die, abendrot, tun den Gefallen,
die Bergkonturen zu belichten,
sich aber nicht mehr zu verdichten,
das Blau des Himmels nur betonen,
ein Anblick, der uns will belohnen
für tagelange graue Stunden,
mit denen wir uns abgefunden
im Tal, bis daß der Vorhang riß,
nun zeigt, was er uns hinterließ:
Den Hochgrat als ein Monument,
auf das die Sonne nicht mehr brennt.
Er läutet nun mit Heiterkeit
uns ein die neue Jahreszeit!
Ute Pesch
9. Oktober 2011
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