Der Herbst den Pinsel schwingt

Der Herbst den Pinsel schwingt,
wobei es ihm gelingt,
die Bäume anzumalen.
Er holt aus seinen Schalen

das Gelb, das Gold, die Röte.
Als ob es sich verböte,
die Blätter abzureißen,
sie jetzt schon zu verschleißen,

ist nur ein leichtes Wehen
dem Ostwind anzusehen.
Verwirbelnd etwas Staub,
spielt er mit braunem Laub.

Des Ahorns Samenflügel
treibt er hinauf die Hügel.
Die Eicheln läßt er liegen,
sie können ja nicht fliegen.

Der Herbst hat einen Erdgeschmack,
vom Sonnenstrahl bereitet.
Er steckt uns Nüsse in den Sack,
zur Rast mit Plausch verleitet!


Ute Pesch
28
. Oktober 2011