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Herbst auf dem Land
Herbst auf dem Land!
Dir noch bekannt,
wie Trauben reifen
und Winde streifen
durch goldne Alleen
wo Pappeln stehn?
Der Apfel am Ast,
den keiner erfaßt
hängt viel zu hoch.
Er wartet noch.
Worauf? Auf den Raben
der ihn will haben?
Die Nüsse purzeln
hin zu den Wurzeln,
die sie ernährten
mit vielen Gefährten.
Eichhörnchen rauben
sie vor dem Aufklauben.
Den Herbst zu entdecken,
zu riechen, zu schmecken,
läßt sich erwandern
allein und mit andern,
die Füße im Laube
das raschelt! So glaube
den alten Gedichten,
die davon berichten,
und meinen Zeilen,
die beim Verweilen
auf solchen Fluren
bezeugen: Die Uhren
des Herbstes gehn schnell.
Noch ist er hell!
Du lebst auf dem Land?
Dann ist's dir bekannt.
Du lebst in der Stadt?
Komm, sieh dich hier satt!
Ute Pesch
28. Oktober 2009
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